Das neue Label Styleislam designt Shirts mit islamischen Botschaften
Vor zweieinhalb Jahren, als weltweit der islamische Karikaturenstreit tobte, hat Melo Kesmen sein erstes Islam-Shirt angefertigt, nur für sich. “I Love My Prophet” stand darauf. Wenn Melo, der damals mit seiner Frau Yeliz in London lebte, mit dem T-Shirt in Geschäfte ging, haben die Verkäuferinnen ihn angegrinst und in Cafés wurde er häufig angesprochen. Super sei das, haben die meisten gesagt, manche haben gefragt, ob er vielleicht noch so eins für sie übrig habe und einer wollte gleich das nehmen, das Melo am Leibe trug. Das war die eine überraschende Erfahrung für die beiden türkischstämmigen, deutschen Grafikdesigner aus Witten im Ruhrgebiet. Die andere war der entspannte, sehr lockere Umgang, den in London Muslime und Nicht-Muslime und überhaupt Menschen aller möglichen Konfessionen miteinander pflegen.

Die Tarawih-Gebete im Fastenmonat Ramadan werden von den Muslimen wegen ihrer Atmosphäre und der besonderen spirituellen Erfahrung hochgeschätzt und das ganze Jahr über erwartet. Nach dem Fastenbrechen geht man in die Moschee, betet dort das Nachtgebet (Salatu’l Ischaa, türk. Yatsi Namazi), und im Anschluss daran wird das Tarawih-Gebet verrichtet.
Wer das Glück und die Gelegenheit hat, sich zeitweise in einem muslimischen Land aufzuhalten oder eine Metropole wie Istanbul zu besuchen, der kann fünf Mal am Tag erleben, wie sich die Stimme hunderter Gebetsrufer (Mu’adhdhins) erhebt, um die Gläubigen zum verpflichtenden Gebet – wenn möglich in Gemeinschaft – aufzufordern. Begonnen mit der prophetischen Gemeinschaft in Medina, haben sich die Muslime zu allen Zeiten und an allen Orten bis heute daran gehalten, wenn es auch im Westen, wo Muslime nur ein Teil einer multi-kulturellen und multi-religiösen Gesellschaft sind, eher ungewöhnlich ist, wenn die Gläubigen zum Gebet in die Moschee gerufen werden.
Das Gebet ist eine Handlung, die uns Allah näher bringt. Es gibt fünf Gebete, die eine persönliche Verpflichtung für jeden einzelnen Muslim sind – namentlich Subh (Morgen), Dhuhr (Mittag), ‘Asr (Nachmittag), Maghrib (Abend) und ‘Ischa (Nacht). Für jedes der erwähnten fünf individuell verpflichtenden Gebete gibt es zwei Arten der Zeit:
Von Yasin Alder